Kunst gemeinsam erleben – 2020

Kunstgespräch im Januar

Zum Kunstgespräch am Mittwoch, den 15. Januar 2020, referierte der Germanist, Kulturhistoriker, Buchwissenschaftler und Verleger Prof.  Dr.  Mark Lehmstedt über seine Forschung zu „Die Leipziger Buchillustration im 17. Jahrhundert“.

Jüngst erst erschien der erste Band (Buchstadt Leipzig. Biografisches Lexikon des Leipziger Buchgewerbes, Band 1 1420-1539) seiner auf sechs Bände ausgelegten Edition eines biografischen Nachschlagewerkes (bis Herbst 2025), das einen Gesamtüberblick über das Leipziger Buchgewerbe von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis zum Beginn der Industriellen Revolution im Jahr 1826 bietet. Im Juli 2019 übernahm Herr Dr. Lehmstedt den Vorsitz des Leipziger Geschichtsvereins e.V., Nachfolger des 1867 gegründeten Vereins für die Geschichte Leipzigs.

30. Generalversammlung des NLKV

Die 30. Generalversammlung des NLKV am 19.02.2020 war turnusmäßig keine Wahlversammlung. Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Frau Petra Paul, trug den Rechenschaftsbericht über die Aktivitäten des vorausgegangenen Jahres vor.

Herr Bernd Thiemicke zeichnete als Schatzmeister für den Kassenbericht verantwortlich. Nachdem die Kassenprüfer Herr Hans-Günter Hahn und Frau Helga Bauer keine Beanstandungen geltend machten, konnte die Mitgliederversammlung den Vorstand des Neuen Leipziger Kunstvereins e.V. für das Jahr 2019 entlasten. 

Picknick im August

Für persönliche Begegnungen der Mitglieder im Verein gab es wegen der Corona-Panemie nach wie vor Einschränkungen. Möglich war jedoch das traditionelle Sommer-Picknick-am Mittwoch, den 26. August 2020, ab 17:00 Uhr, in der Ev.-Luth. Kirchgemeinde im Leipziger Süden, Leipzig-Marienbrunn, Lerchenrain 1, 04277 Leipzig.

Zu Beginn unserer Zusammenkunft stellte Pfarrer Jörg Sirrenberg „seine“ Kirche und deren Baugeschichte vor. In einem sehr engagierten Vortrag schilderte er zudem das Wirken der Kirchgemeinde.

Über den Stadtteil Marienbrunn und dessen Entwicklung in Verbindung mit der Bauausstellung 1913 sprach der Leipziger Architekt, Bauhistoriker und Publizist Bernd Sikora. Der für diesen Sommernachmittag mit unseren Gästen geplante Rundgang durch den Stadtteil Marienbrunn musste jedoch leider wegen eines starken Sturmes ausfallen.

Aber trotz des recht stürmischen Wetters konnten wir danach im Freien sitzen, Gartenbänke standen zur Verfügung, ansonsten hielten sich etliche Mitglieder zu Gesprächen miteinander im Gemeindesaal auf.

Pandemiebedingt galten in diesem Jahr neue Regeln für unser Treffen: Im Freien war ein Abstand von 1,5 m einzuhalten. In Innenräumen waren Mund und Nase zu bedecken. Es fand auch nicht die gewohnte Bewirtung statt, sondern wir baten darum, dass jeder außer Geschirr (Trinkbecher, Teller und Besteck) auch seine Picknickspeisen selbst mitbringt. Getränke (Wein, Wasser, Saft) wurden gegen Spenden bereitgestellt.

Die zahlreich erschienen Mitglieder nutzten die Möglichkeit, sich nach Monaten persönlichen Kontakmangels endlich wieder zusammenfinden und miteinander sprechen zu können.

Kunstgespräch im Oktober

Anregend sollte sie werden, die Ausstellung  „Norbert Wagenbrett – Vor den Masken“, doch zu den Leidtragenden der Pandemie gehört zweifellos dieser Künstler, dessen famose Menschenbildnisse eine barrierefreie und ununterbrochene Ausstellung verdient hätten.  Wagenbrett macht sich auf die Suche nach seinem Gegenüber und bildet so mehr als nur das Sichtbare ab. Er schreibt hierzu:

 „Ich gehe zu den Menschen und suche ihre Träume und finde ihre Ängste, finde Ebenen der Gemeinsamkeit, finde Bilder, es sind Bilder dieser Menschen, unendlich einmalig, mit keinem Objekt auf der Welt vergleichbar, und doch, im alltäglichen, öffentlichen Leben scheinen die Gesichter sich zu ähneln, einander gleich zu werden und zu verschmelzen, wie die Gedanken, die nicht mehr die eigenen sind.“


Wir freuten uns darauf, Norbert Wagenbrett am Donnerstag, den 22. Oktober 2020, 18.00 Uhr im Foyer des MdbK im Kunstgespräch mit Dr. Andrew Hurttig, dem Kurator der Ausstellung begrüßen zu können.

Um die vorgegebene Teilnehmeranzahl von 30 Personen einhalten zu können baten wir vorsorglich darum, sich zum Kunstgespräch anzumelden.

Beratung des Vorstandes am 28. Oktober 2020

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen schränkten das gesellschaftliche Leben immer stärker ein. Auch der Vorstand des Neuen Leipziger Kunstvereins e.V. musste das geplante Veranstaltungsprogramm erneut überdenken. Die schwierigste Entscheidung betraf die

Jubiläumsveranstaltung am 02. November 2020​

Am 2. November 1990 lud der Neue Leipziger Kunstverein zur Gründungsversammlung in das Museum der bildenden Künste ein. Wir planten, genau 30 Jahre später, in den Montag-Abendstunden des 2. November 2020 mit einer Festveranstaltung der Gründung unseres Vereins zu gedenken.

Doch die befürchtete zweite Welle der Corona-Pandemie baute sich gerade auf. Das nötigte auch dazu, unser Programm zu überdenken. Das der neuen Verordnung angepasste Hygienekonzept des MdbK hätte im Schletter-Saal den Aufenthalt von nur 15 Personen gleichzeitig zugelassen. Das Foyer konnte 30 Personen gleichzeitig aufnehmen. Die Inanspruchnahme des Foyers allerdings ist während der Öffnungszeiten des Museums nicht realisierbar.

Nur 30 Gästen die Teilnahme an unserem Festakt zu ermöglichen, hielten wir nicht für gerecht und angemessen. Das bedeutete, dass wir die Jubiläumsveranstaltung am 02. November 2020 ausfallen lassen mussten. Wir hoffen darauf, diese Feier im Jahr 2021 nachholen zu können – gegebenenfalls im Freien.

Nach dem lockdown im Museum

Um den Mitgliedern des Vereins – im Rahmen der gesetzlichen Regelungen und unter den erschwerten Hygienebestimmungen – dennoch Kunstgespräche und Vorträge anbieten zu können, entschieden sich der Vorstand und das Museum der bildenden Künste gemeinsam Kunstgespräche zukünftig an jedem dritten Donnerstag eines Monats zu veranstalten. Zudem wird monatlich eine zweite Veranstaltung im Museum angeboten werden (Führungen durch die Sammlung oder durch aktuelle Ausstellungen.).

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