Kunst gemeinsam erleben – 2017

Kunstgespräch im Januar

Am Mittwoch, den 18. Januar, um 18.00 Uhr blickten Jürgen Lüftner und Prof. Dr. Michael Scholz-Hänsel zurück auf eines der größten Kunstereignisse des Jahres 2016 „Walking on Iseo Lake: ein Projekt von Christo und Jeanne-Claude“ und versuchten eine kritische Einschätzung. Die Referenten schilderten eigene Eindrücke vor Ort, präsentierten viel Bildmaterial und verwiesen auf zwei begleitende Ausstellungen in Brescia und Saint Paul de Vence.

Tagesfahrt nach Nürnberg am 11. Februar

Für den 11.02.2017 hat Frau Schimmelpfennig eine Busfahrt zur Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung „Karl IV.“  im Germanischen Nationalmuseum (20.10.2016 – 05.03.2017) organisiert. Der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik nahmen den 700. Geburtstag Kaiser Karls IV. zum Anlass für eine gemeinsame Landesausstellung.

Anschließend folgte eine Besichtigung von St. Lorenz, Erläuterungen von Prof. Stuhr zum Bau und zur Innenausstattung (Adam Kraft „Sakramentshaus“, Veit Stoß „Englischer Gruß“ und „Kruzifix“ über dem Altar). Anschließend zu Fuß ins Germanische Nationalmuseum. Mittagspause, Essen im Museumsrestaurant und Führung in zwei Gruppen.

Begegnung (Inge und Michael Stuhr) mit Herrn Prof. Dr. Martin Eberle, Stiftungsdirektor von Schloss Friedenstein in Gotha.

27. Generalversammlung des Neuen Leipziger Kunstvereins e.V.

Am Mittwoch, den 22. Februar, um 18.00 Uhr luden wir alle Mitglieder herzlich zur Generalversammlung des Neuen Leipziger Kunstvereins e.V. in das Museum der bildenden Künste ein. Im Anschluss präsentierte Dr. Hans-Joachin Wandt Foto- und Filmimpressionen aus dem vergangenen Vereinsjahr und den Studienreisen.

Hinweis in eigener Sache: Generalversammlung hat keinen Vorstand zu wählen. Allerdings möchten wir dafür werben, im Vorstand mitzuarbeiten. Der derzeitige Vorstand ist schon mehr als 10 Jahre aktiv und im Jahr 2018 ist der Vorstand neu zu wählen. Wir suchen unsere Nachfolger!

Wir haben im Anschluss an die Generalversammlung Mitgliedsausweise gegen Bareinzahlungen des Mitgliedsbeitrages ausgegeben.

Kunstgespräch im März

Am Mittwoch, den 15. März, um 18.00 Uhr sahen wir das Filmessay (60 min.) „Ein unordentliches Filmleben“ (1996) über Peter Pewas (1904–1984) begleitet von einer Einführung und anschließenden Diskussion mit dem Autor des Filmessays, unserem Mitglied Fred Gehler. Pewas studierte am Bauhaus zu Weimar bei Klee, Kandinski und Moholy Nagy. In seiner Arbeit widmete er sich Fotomontagen und Filmplakaten. Pewas schreibt in „Das entfesselte Plakat: Das naturalistische Gestaltungsprinzip starb mit der Eroberung der bewegten Kamera im Film. Folgerichtig kam ich zum bewegten Bild, zum Film.“ Pewas Oevre prägen vor allem Experimental- und Dokumentarfilme („Der nackte Morgen“, „Vormittag eines alten Herrn“). Er drehte drei Spielfilme in drei konträren, politischen und sozialen Systemen (1943 „Der verzauberte Tag“, 1948 „Straßenbekanntschaften“, 1955 „Viele kamen vorbei“).

Kunstgespräch im April

Am Mittwoch, den 19. April, um 18.00 Uhr fand unter dem Motto „ich will selber mein Schicksal sein“ – zum 150. Geburtstag von Elsa Asenijeff eine Gedenkveranstaltung zusammen mit der GEDOK Gruppe Leipzig/Sachsen e.V. im Museum der bildenden Künste statt.

Elsa Asenieff (1867, Wien – 1941, Freiberg) zählte zu den ersten weiblichen Studierenden der Leipziger Universität. Als Schriftstellerin setzte sie sich gesellschaftskritisch mit den Gegebenheiten für Frauen in ihrer Zeit auseinander und übte Kritik am Wissenschaftsbetrieb. Wie Else Laske-Schüler in Berlin ist sie in Leipzig die herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus, den sie in Leipzig gemeinsam mit Walter Hasenclever und Kurt Pinthus begründete. Männer wie Max Klinger (1857–1920) oder der Dresdner Karl August Lingner (1861–1916) inspirierten sie zu erotischer Liebeslyrik. Das Museum der bildenden Künste besitzt den Gips und einen Bronzeabguss der Porträtbüste von Asenijeff, das Gemälde „Elsa Asenijeff“, Manuskripte und Briefe. In Bräunsdorf wurde 2011 ein Denkmal für sie errichtet.

Führung durch die Ausstellung "Nolde und die Brücke"

Am Mittwoch, den 26. April, um 18 Uhr führte uns als Dank für die Unterstützung der noch amtierende Museumsdirektor Dr. Hans-Werner Schmidt durch die Ausstellung „Nolde und die Brücke„.

Tagesexkursion nach Zwickau im Mai

Am Sonnabend, den 13. Mai bot der Kunstverein seinen Mitgliedern eine Tagesexkursion mit dem Bus nach Zwickau und zur Burg Schönfels an. Ein Rundgang durch die Stadt an der Mulde führte vorbei am Robert-Schumann-Haus, Gewandhaus, Alte Münze und an den neu gestalteten Anlagen an der Paradiesbrücke und vom Schloß Osterstein bis zu den vermutlich ältesten erhaltenen, städtischen Wohnbauten im Osten Deutschlands, den Priesterhäusern am Dom. Die Kirche St. Marien zählt zu den bedeutendsten spätgotischen obersächsischen Hallenkirchen. Am Nachmittag besuchten wir die Burg Schönfels, die im 12. Jahrhundert gegründet wurde und im 15./16. Jahrhundert im Stil der Spätgotik und Renaissance umgestaltet wurde.

Kunstgespräch im Mai

Am Mittwoch, den 17. Mai, um 18.00 Uhr sprach Prof. Dr. Michael Scholz-Hänsel zu Thema: „Von Lissabon nach Sevilla: Auf den Spuren von Entdeckern und Eroberern um 1500“.

Jugendstil-Stadtführung

Am Samstag, den 27. Mai, um 10.00 Uhr führte uns Bodo Pientka vom Neuen Rathaus (Haupteingang) aus zu den Jugendstilschätzen unserer Stadt. Er beschäftigt sich seit Jahren mit dem Jugendstil und ist Kenner dessen in Leipzig.

Kunstgespräch im Juni

Am Mittwoch, den 21. Juni, um 18.00 Uhr hat uns Kunsthistorikerin Christine Dorothea Hölzig Politische Denkmale Leipzigs seit 1989 näher vorgestellt. Leipzig feierte 2015 sein 1000jährigers Stadtjubiläum. Erste Denkmale gibt es in der Stadt seit dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Das Kapitel Geschichte, dem sich der Vortrag widmet, beginnt nach dem Fall der Mauer und fokussiert auf das politische Gedenken. Zahlreiche Denkmale entstanden während der DDR-Zeit für Opfer des 2. Weltkrieges. Jedoch sind Opfergruppen ausgegrenzt. Nach der politischen Wende wurden sowohl aus städtischem wie bürgerlichem Engagement neue Mahnmale für bisher nicht geehrte Opfer des NS-Regimes geschaffen. Sie stehen für den ungebrochenen Willen, Unrecht nicht zu vergessen. Gleichzeitig entstanden erste Denkmale für die Friedliche Revolution. Der Vortrag eröffnete einen Blick auf die inhaltlichen wie künstlerischen Ansätze zeitgenössischen Gedenkens in der Stadt Leipzig im letzten Vierteljahrhundert.

"In Oeserscher Manier" – Ein Dölitzer Abend

Am Freitag, den 23. Juni, um 17.00 Uhr fand im Torhaus Dölitz, Helenenstraße 24 ein Dölitzer Abend „In Oeserscher Manier“ statt. Anlässlich des 300. Geburtstages des Malers und Grafikers Adam Friedrich Oeser (*17.02.1717), bekannt als Goethes privater Zeichenlehrer, veranstaltete der Bürgerverein Dölitz e.V. diesen Abend mit unserem Ehrenmitglied Dr. Richard Hüttl als Referent.

Kunstgespräch im Juli

Am Mittwoch, den 19. Juli, um 18.00 Uhr sprach der Dipl.-Ing. (FH) Freie Architekt und Dipl.-Grafiker Bernd Sikora zum Thema: „Als die Leipziger Schule entstand. Bernd Sikora als Zeitzeuge und Kunststudent.“

Exkursion nach Paderborn, Münster und Osnabrück im Juni/Juli

Vom 29. Juni bis 2. Juli boten wir Ihnen eine Studienreise unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Stuhr zur Baukunst und bildenden Kunst in Paderborn, Münster, Osnabrück, Soest, Hann und Münden an.

Picknick im August

Am Mittwoch, den 16. August, um 17.00 Uhr fand unser Picknick im Garten der Mädlervilla und im Atelier MeGa der Künstlerin Gabriele Messerschmidt in der Hans-Driesch-Straße 2, 04179 Leipzig statt. Gabriele Messerschmidt führte uns durch ihr Atelier und zeigte uns einige ihrer Skulpturen. Eine Besichtigung durch die Mädlervilla war angefragt.
Der Kommerzienrat und Kofferfabrikant Anton Mädler war nicht nur der Bauherr der berühmten Mädler-Passage, sondern auch Hausherr der 1902 in Leutzsch erbauten Mädlervilla.
Im Anschluss luden wir zu einem Picknick in den Garten der Mädlervilla ein.

Kunstgespräch im September

Am Mittwoch, den 20. September, um 18.00 Uhr sprach Dr. Frédéric Bußmann mit Bettina Salzhuber über die Sonderausstellung „Ayse Erkmen & Mona Hatoum. Displacements / Entortung“.

MdbK-Führung mit Dr. Alfred Weidinger

Am Mittwoch, den 11. Oktober, um 18.00 Uhr ging der neue MdbK-Direktor Dr. Alfred Weidinger mit uns durchs Haus, um uns sein Programm und seine Ideen vorzustellen.

Kunstgespräch im Oktober

Am Mittwoch, den 18. Oktober, um 18.00 Uhr erinnerte unser Mitglied Helga Sylvester an ihren verstorbenen Mann, den Maler und Grafiker Peter Sylvester – Landschafter und Visionär. Eine Hommage zum 80. Geburtstag.

Kunstgespräch im November

Am Mittwoch, den 15. November, um 18.00 Uhr war Dipl. phil. Rainer Behrends im Gespräch mit dem Künstler Dietrich Wenzel: „Stillleben und Porträts – Der Zeichner Dietrich Wenzel“.

Kunstgespräch im Dezember

Am Mittwoch, den 13. Dezember, um 18.00 Uhr fand eine Lesung mit Prof. Friedhelm Eberle und Keti Warmuth (Klavier) statt: „Zwischen Ochs und Esel – eine tierische Weihnacht“.

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